Mittwoch, 21. Oktober 2009

Bleistift-Battalion

Früh um 6:30 Uhr sitze ich im Zug auf dem Weg zur Arbeit. Die Welt um mich herum schläft und der Duft von Kaffee liegt in der Luft. Ich blicke auf, als der gelockte Bankkaufmann in seinem noblen Anzug das Abteil aufreißt und sich wie jeden Tag zu mir setzt. Ich lächle über seinen Versuch, der Welt Tag für Tag mit Death Metal zu trotzen. In diesem Moment flammt eine Idee in mir auf. Ich greife zu meinem Notizbuch und die Worte beginnen zu fließen…

Denn wir sind das Bleistift-Battalion
Wir wollen nicht nur schreiben um zu kommunizieren
Wir haben Geschichten zu erzählen
Unsere Abenteuer sollen auch euch gehören
Sie sind mehr, als nur einfache Anekdoten
Sie tragen eine Botschaft und innere Überzeugungen
Mehr als ein Tagebucheintrag in einem Buch ohne Siegel

Jede freie Minute mache ich mir Notizen. Mein Kopf ist voller Ideen doch es fehlt mir an Zeit. Darum nutze ich die Pausen auf der Arbeit, um meine Gedanken zu Papier zu bringen, denn Papier ist mein Archivar. Meine Kollegen und Freunde kennen meine Leidenschaft und es ist ein sonderbar gutes Gefühl, ihr Lob, aber auch ihre konstruktive Kritik zu ernten. Der Gedanke „gelesen zu werden“ beflügelt mich und die Worte fließen schneller …

Wir sind die Kugelschreiber-Kompanie
Wir sind neugierig auf Erzählungen und Ideen
Wir wollen alte Konzepte neu mischen
und erschaffen neue Welten und neues Leben
Keine Ressource auf diesem Planeten ist unbegrenzt
Aber Ideen gibt es unbeschränkt
Mehr als nur Zusammenfassungen unserer Tage

Es gibt viele Formen von Literatur auf dieser Welt, doch es liegt bei uns, ob wir mit Bestehendem zufrieden sind, oder uns an neue Ufer wagen. Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden. Niemand zwingt uns in enge Schranken. Es gibt zahllose Möglichkeiten einem Gedanken ein Bild zu geben und das Alltägliche ist meist der beste Regisseur. Egal ob ziellos oder mit festem Punkt vor Augen, wir entwickeln Wege uns zu verwirklichen und die Worte werden zu einer reißenden Strömung …

Wir sind die Malblock-Milizen
Wenn die Welt hinter einem Horizont aufhört,
dann fängt sie für uns erst dahinter an
In bewegten Bildern sehen wir nicht die Technik
Sondern fragen nach dem Motiv hinter den Motiven
Mehr als nur Worte sprechen um sich reden zu hören

Oft sitze ich abends an meinem Laptop und überlege, wie es mit meinem Blog weitergeht. Ich wäge Ideen ab, plane voraus und versuche den Nerv meiner Leser zu treffen. Hier bin ich ich selbst, unverfälscht durch den Ernst des Lebens. Mein Blog ist ein Spiegel meiner Erfahrungen, Gefühle und Wünsche. Hier gibt es keine Grenzen. Mein Ziel ist es, den Leser mit Episoden aus meinem Leben, mit Kreationen meiner Phantasie und Kurzweiligem aus aller Welt zu fesseln. Ich lerne, variiere und erweitere ständig meinen Horizont, doch im Kern bleibe ich immer ich selbst. Ich zweifle nicht an dem, was ich tue, ich tue es einfach. Denn nichts ist machtvoller als das Wort. Der Bildschirm erlischt und ich krieche unter die Decke zu meiner Muse. Es ist diese Geborgenheit, die mir Kraft gibt und mich Nacht für Nacht ruhig schlafen lässt und die Worte versiegen … für heute!

Wir sind die Zeichenstift-Zenturien
Die Tastatur-Truppen
Die Seiten-Soldaten
Die Literatur-Leibgarde
Die Kommentar-Kommandos
Die Malblock-Milizen
Die Kugelschreiber-Kompanie
Wir wollen mehr sein als Text auf Seiten
Wir wollen mehr sagen als leere Worte
Wir suchen mehr als Resonanz
Wir geben mehr als nur Kommentare
Wir suchen unseres Gleichen und sind nicht alleine
Denn wir sind das Bleistift-Battalion

Zusammen mit Jay Nightwind, Hass, Ereinion, Mr. Elch und Meadow gehöre ich zum Bleistift-Battalion. Macht mit! Schreibt einen Text nach diesem Muster in euren Blog. Wir sind gespannt auf Eure Sicht der Dinge und würden uns freuen, Euch im Bleistift-Battallion begrüßen zu können.

Kommentare:

  1. Sehr schön. Mir gefallen bisher alle Auslegungen unserer "Ansage".

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  2. Sehr cool! Warum laechelst du ueber des Bankkaufmanns Versuch, der Welt mit Death Metal zu trotzen? ^^

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  3. @Jay
    Ich hätte doch mit Dir wetten sollen ... :D

    @Madse
    Es passt einfach nicht zu seinem Erscheinungsbild. Er macht einen auf piekfein, lässt sich nicht dazu herab, auf mein guten Morgen zu antworten, tut so, als wäre er was Besseres und dann stöpselt er die Kopfhörer rein und hört so laut, das der ganze Wagon mithören kann.
    Ich weiß Metal muss man laut hören, aber der Typ dazu ... das passt einfach nicht. ^^

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  4. 6:30 im Zug... Autsch, ich beneide dich nicht...

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  5. @Paramatus
    Och ist halb so wild. Dafür hab ich halt eher Feierabend. ;)

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  6. hübsch geschrieben.

    Aber ich werde jetzt nicht deswegen in eine Uniform steigen müssen oder? ^^

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  7. Du weißt ja, ich mag es in jeder Version ;-)

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  8. @daria
    Unsere Blogs sind die Uniform, den sie zeigen was wir sind. Es gibt also keine Einheitskleidung. ;)

    @Citara
    Das weiß ich nicht, immerhin sind es inzwischen vier! ;-) Aber schön zu hören.^^

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  9. Die Feder ist immer mächtiger, als das Schwert ;)

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  10. Manchmal stockt mein Hirn... ^^ Wenn ich das nun richtig verstanden hab, zeigen die Texte die Sichtweisen des Bloggers auf, wieund warum er seinen Blogg betreibt?

    Ja... vielleicht schaff ich das nächste Woche mal...

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  11. @Prepare
    Warum muss ich jetzt nur an Indiana Jones und der letzte Kreuzzug denken. ;D

    @Mr.Elch
    Du hast es erfasst. ;-)
    Wenn Du das nächste Woche schaffst, dann fänd ich das richtig klasse!
    Wichtig ist nur, dass die "Wir sind..." Abschnitte so bleiben wie sie sind. Dazwischen kannst du dich ganz frei austoben.

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  12. An Mr.Elch:
    Es gibt allerdings auch eine Nachricht im Subtext, die man teilen sollte. Wenn ja, dann bin ich gespannt was du so schreibst.

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  13. Der gelockte Bankkaufmann in seinem noblen Anzug erinnert mich an einen Abend auf einer CeBIT :
    Wir saßen in der Lounge auf weißen Designer-Hockern zwischen Wein und Sushi, im Hintergrund lief verjazzter Mambo, wir trugen Anzüge und edle Schuhe und unterhielten uns drüber, ob Symbolic oder Leprosy das bessere Death Album ist.
    Das Publikum ist groß.

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Immer schön freundlich! Wer spamt oder rumnörgelt landet schneller im imperialen Papierkorb, als er Hesy-Sa-Neb-Ef sagen kann. ;-)