Sonntag, 27. Januar 2013

STAR WARS - Jeder braucht ein Hobby ... (13)

Zuletzt bei "Jeder braucht ein Hobby" ...

Beim Stichwort „Chroin“ verzog er die Mundwinkel einen Hauch, sprach jedoch mit ruhiger, abtastender Höflichkeit, die darüber hinaus nicht viel über ihn verraten würde. Auch in der Macht und emotional hielt er sich, abgesehen von dem einen kurzen, aber heftigen Aufflammen, bedeckt. Es gelang ihm gut, seine Verstimmung nicht zu sehr durchdringen zu lassen.

„Ich bedanke mich für die Einladung, Darth Kayria.“ Angesprochen richtete er sich wieder zu seiner vollen Größe auf und nickte ihr höflich zu. „Eure Tochter kann sehr überzeigend sein.“
Er tastete mit den Blicken erneut sondierend durch den Raum, während er ohne Eile zum angebotenen Stuhl ging und sich setzte.

***
Zur selben Zeit ...
Die Nachricht, oder vielmehr die sie ausweisende Signatur, ließ Lewz Gedanken summen wie einen wilden Bienenstock. Tatsächlich also. Obwohl ihr Vater sie bei jeder dich bietenden Gelegenheit daran erinnerte, dass sie ‚damit‘ zu rechnen hätte, hatte es sie in dem Augenblick doch völlig überrascht. Es war ein großer Unterschied zu wissen, dass etwas irgendwann geschehen würde, und wenn es dann doch geschah... Sie schauderte leicht, innerlich aufgewühlt, während sie sich nach außen hin ‚ganz normal‘ gab. Was sie ausgezeichnet konnte, wie ihre Ausbilder immer betont hatten.

Verifizierung Zugriff Großmoff Giliad Harkov

Sie zog ihre ID-Karte durch das Lesegerät und würde den Vorgang, gefolgt von gelegentlichen Codeeingaben, noch einige Male widerholen, bis sie schließlich an ihrem Schreibtisch saß.
Eine Kleinigkeit. Wenn sie keine Fehler machte.

***

Die Darth lachte, ob nun seines kurzen Aufflackerns bewusst oder wegen eines seiner Kommentare war schwer abzuschätzen.
"Ja, das "Kätzchen" hat seinen Wert schon mehrfach bewiesen. Zu schade das ich mich irgendwann von ihr trennen muss.", sagte sie schließlich eher beiläufig, so als würde sie über abgetragene Sachen sprechen.
Syrenne fixierte Lord Vorn, scheinbar auf eine Reaktion hoffend, während zwei Droiden den Raum betraten und die Vorspeise auftaten.

***

Tendra stieg unterdessen im ersten Stockwerk durch ein offenes Fenster in das Herrenhaus ein. Sie kannte die Sicherheitsmaßnahmen In- und Auswendig und so war es ein Leichtes diese zu umgehen. Lautlos öffnete sie die Tür des Raumes und spähte in den Flur hinaus, als die Stimme ihrer Stiefmutter wie ein Messer in ihr Ohr Schnitt. "... das ich mich irgendwann von ihr trennen muss."

***

Lord Vorn lehnte den Rücken an das Sitzmöbel und legte die Hände ineinander, während er die Droiden beim Servieren betrachtete. Er schien augenscheinlich entspannt. Ob die Darth auf seinen Kosenamen für ihre Tochter anspielte? Ihr Wesen zumindest war katzenhaft genug, als dass auch von anderer Seite ein solcher Vergleich möglich wäre – doch in jedem Fall bedenkenswert. Er würde den weiten Arm der Darth nicht unterschätzen.
„Ihr müsst? “, erwiderte er, als handele es sich um belanglose Konversation, als würde ihn mehr der Umstand, dass sie sich zu etwas gezwungen betrachten könnte, als der eigentliche ‚Gegenstand‘ interessieren. Seine Hauptaufmerksamkeit schien auf dem Vorspeisenteller vor ihm zu liegen.

Mit geübten Handgriffen und äußerst Damenhaft begann die Darth die servierten Schalentiere zu zerlegen, um an das Fleisch im Inneren zu gelangen und in die dazu gereichte Sauce zu tunken.
"Gewiss! Nichts ist von Dauer.", steckte sie sich einen Happen in den Mund und schloss genießend die Augen.
Es verstrichen einige Sekunden des Schweigens bevor Syrenne wieder die Augen öffnete.
"Sie ist gefährlich und schwer zu kontrollieren, aber das ist euch sicher nicht entgangen. Ihr habt sie schließlich ziemlich nah an euch heran gelassen.", lächelte sie wissend. 

Der Sith griff nach dem Besteck und ging geübt, wenn auch gröber vor, als Syrenne. Die Sauce ignorierte er.
Bedauerlich, dass er weder nachaken konnte, ohne zu interessiert zu wirken, noch die Darth ihm ihre Pläne einfach so mitteilen würde, sinnierte er, das Fleisch auf der Zunge wendend.

"Ich liebe gefährliche ...Hobbies", hielt er sich schließlich absichtlich vage und widmete sich dem zweiten Tierchen.
Offensichtlich war die Darth wie erwartet gut informiert. Dass er ihrer Tocher seine Aufmerksamkeit widmete, war kein Geheimnis. Manch anderes Gerücht - das zugegeben auf der Wahrheit beruhte, verspürte er einen kurzen Piek des Hochgefühls - mochte sich in den entsprechenden Kreisen wenn überhaupt nur hinter vorgehaltener Hand verbreiten. So einfach verschwanden Darths schließlich nicht. Er lächelte und führte den nächsten Happen zum Mund.

Syrenne tupfte sich mit ihrer Serviette die Lippen ab.
"Einer der Gründe, warum ihr in gewissen Kreisen so gefragt seid, Lord Vorn. Entschuldigt meine einfachen Worte, doch von einem Emporkömmling erwartet man nicht solch beeindruckende Leistungen. Ihr seid ehrgeizig, intelligent, weitsichtig und noch dazu äußerst attraktiv. Man spricht über euch, doch nicht nur in den höchsten Tönen. Ihr habt euch viele Feinde gemacht in den Letzten Jahren. Man neidet euch euren Aufstieg und eure Gönner.", schob sie den Teller von sich, der fast umgehend von einem der Droiden entfernt wurde.

Gleichzeitig stellte ein andere Droide zwei Gläser auf den Tisch und präsentierte zwei Flaschen Wein.
"Mylady, wie üblich?", fragte der mechanische Diener.
Syrenne lächelte den Sith mit einer Maske voller Freundlichkeit an. "Heute überlassen wir unserem Gast die Wahl. Sagt Lord Vorn, cereanischer Weißer oder alderaanischer Roter?"
„Ein großes Lob“, quittierte er ihre Einschätzung und neigte leicht den Kopf, schien er sich auch durch die Klassifizierung als Emporkömmling nicht beleidigt zu fühlen. Er tat es ihrem Beispiel nach und legte das Besteck beiseite. Eine faszinierende Frau, ohne Frage.
Sie aufmerksam musternd sprach er weiter. „Neid. Ein Quell an Dummheit, der in der Regel nur zu unbedachten Handlungen führt. Aber manches Spiel macht er würziger, so wie anderes unwürdig. Und mancher 'in gewissen Kreisen' ruht sich auf der Ehre seines Blutes aus und hat es so sehr verlernt, selbst zu denken...“, sprach er wie offen plaudernd, deutete dann auf die Flasche mit dem Weißwein, ohne den Droiden direkt anzusehen.

Die Darth nickte wohlwollend und der Droide schenkte den Weißwein ein. Prüfend roch Syrenne an ihrem Glas und blickte dann den Lord erneut an.
"Ich hab auch noch Geschmack. Excellent!", lächelte sie anerkennend.
"Sagt Lord Vorn, wisst ihr warum ihr hier seid?", stellte sie das Glas wieder ab, ohne getrunken zu haben.

Er betrachtete die im Licht glitzernde Flüssigkeit in seinem Glas und nippte daran. Mit einem wohlwollenden Lippenkräuseln stellte er das Glas ab, verschränkte die Finger und blickte zu seiner Gastgeberin.
„Weil ihr neugierig seid.“ Sein Tonfall hielt offen, es als ernste oder scherzhafte Äußerung zu deuten.

Die Mundwinkel der Darth zuckten doch ansonsten zeigte sie keine Regung. Wieder verstrichen Sekunden des Schweigens.
"Die Berichte über euch sind nicht übertrieben. Ihr spielt gern mit dem Feuer.", hob sie ihr Glas in seine Richtung.
"Was würdet ihr davon halten, einen weiteren Gönner hinter euch zu wissen. Einen Gönner der weiß für wen ihr das Knie beugt."

"Ihr wollt mir also ein Angebot machen, Darth Kayria?"
Seine Überraschung verbarg er nicht. Die Darth war direkter, als er erwartet hätte. Er musterte sie eindringlich. Was konnte sie wirklich wissen?

Syrenne lächelte wieder, doch es war eher eine berechnende Geste, so als habe sie mit dieser Antwort gerechnet.
"Es war jedenfalls nicht meine Absicht, eure Zeit zu verschwenden. Sagt, wie würde es euch gefallen uneingeschränkten Zugriff auf die Ressourcen des Hauses Harkov zu besitzen?", zog sie ihr Glas, ohne eine sichtbare Gemütsregung zurück, doch vielleicht würde der Lord es noch bereuen, nicht auf ihre Geste eingegangen zu sein.

„Ein großzügiges und… weitreichendes Angebot,“, neigte er in einer respektvollen Geste den Kopf, „doch ist die offensichtliche Frage, was euch im Gegenzug dafür ‚gefiele‘?“
Er lächelte höflich und ärgerte sich, was er alles eben nicht fragen konnte.
***

Tendra schlich sich geräuschlos durch das erste Stockwerk und folgte dabei über die Wanze dem Gespräch. Vielleicht, würde sie ihre Pläne ändern, den Zeitablauf korrigieren müssen. Sie verspürte weder Angst noch Hass auf ihre Stiefmutter, war sie sich ihrer Zukunft schon immer bewusst gewesen, würde sie keine Maßnahmen ergreifen. Im Moment war es der Nervenkitzel und die Neugierde, die in ihr dominierten und sie vorantrieben. Vorsichtig öffnete sie die Tür zu dem Raum, der direkt über dem Salon lag und schlüpfte hinein.

Kommentare:

  1. War den schon wieder Mittwoch? ^^

    Bin wie immer gespannt, wie es weiter geht... :-)

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  2. Nein, wir haben nur intern beschlossen bis auf weiters, den Veröffentlichungszeitraum zu verkürzen. Hier gibt es ab sofort immer Sonntags neuen Lesestoff und bei Citara im Blog immer Mittwochs. ;)

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Immer schön freundlich! Wer spamt oder rumnörgelt landet schneller im imperialen Papierkorb, als er Hesy-Sa-Neb-Ef sagen kann. ;-)