Freitag, 19. Oktober 2012

STAR WARS - Jeder braucht ein Hobby ... (1)

Möge die Macht mit Euch sein werte Leserschaft. Nach langer Durststrecke startet hier mal wieder ein Blogübergreifendes Projekt.
Citara und ich haben uns zusammengesetzt und wollen euch in unregelmäßigen Abständen, abwechselnd an einer kleinen Geschichte teilhaben lassen, die wir den "Bösen" des Star Wars Universums zur Zeit der Alten Republik gewidmet haben.
Viel Spaß beim Lesen. Wir hoffen es gefällt Euch!

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Prolog: Der Sith und sein Spielzeug

Die Fury entfernte sich schnell von Tatooine. An Bord löste sich der Sith aus der Umarmung seiner Bettgefährtin. Die Agentin hatte ihren Wert bewiesen... wie immer, wenn es um seine körperlichen Gelüste ging. Sie hatte ein Talent dafür, ihn zu allerlei Leidenschaften zu treiben, was das Versagen ihres Teams zwar nicht wettmachte, ihn aber gnädig stimmte. Unter anderem. Mit einer lässigen Handbewegung strich er sich das zerzauste Haar glatt und reckte leicht die Schultern.
Immerhin war es ihnen gelungen, diese Jedi temporär zu schwächen und auf Tatooine, fern ihrer Enklave zu binden, während seine restlichen Agenten auf Alderaan tätig waren. Und wenn er Tendra glauben konnte, weilte auch ihr lästiger Bruder, der Verräter, nicht mehr unter den Lebenden. Gut! Der Marionette hatte man die Fäden zerschnitten. Von dieser Seite drohte keine Gefahr mehr. Ein böses Lächeln huschte über seine Züge, als er an Lord Denaris Hilferuf dachte. Das war der Bonus in seinem Plan gewesen. Seinem Herrn war Denaris schon lange ein Dorn im Auge.
Ihn in die Falle zu locken war ein Leichtes gewesen. Ein paar Einflüsterungen bei seinem Schüler, diesem naiven Schwachkopf Fey'ton, hatten ausgereicht und schon stand der "mächtige" Lord fast ganz alleine gegen die Jedi und ihre Verbündeten da. Zu schade, dass er dem nicht hatte mit eigenen Augen beiwohnen können. Einen Augenblick stellte er sich das Versagen des Lords in all seinen Details vor und gab ein kurzes, böses Lachen von sich.

Ein wenig bedauerte er den Verlust von Wraith Zwei. Der Rattataki-Scharfschütze hatte immer so etwas erfrischend morbides an sich gehabt, aber er war für eine größere Sache gestorben. Der Verlust von Team Beta und der mobilen Angriffsbasis war ärgerlich, jedoch warf das seine Pläne nur unwesentlich zurück. Er würde andere Kandidaten für das verbesserte Wraith-Projekt finden. Und dann würde die Ordnung der Machtverhältnisse beginnen. Diese Splittergruppe des Jedi-Ordens hatte er zum letzten Mal unterschätzt.
Seine Gedanken ordnend schritt er nackt in der Kabine auf und ab und verharrte vor dem großen Panoramaspiegel. Der Sith Lord lächelte, als er die Kratzer bemerkte, die quer über seine Brust liefen. Er strich mit den Fingerspitzen prüfend darüber und erschauerte bei dem so entstandenen kribbelnden Schmerz. Diese kleine Raubkatze wusste, was ihm gefiel. Wer weiß, vielleicht würde er sich eines Tages bei ihr revanchieren. Wenn sie ihn bis dahin nicht noch einmal enttäuschte - oder er vorher das Interesse an ihr verlor. Er würde schon auf seine Kosten kommen – so, oder so.

Er streckte sich genüsslich und ergötzte sich an dem wohlgeformten nackten Körper seiner Gespielin. Wie sie dort so lag, schlafend nach einem erschöpfenden Liebesspiel... Nein, bis auf weiteres würde er sie als sein persönliches Spielzeug behalten. Doch wehe, sie versagte ein weiteres Mal im Einsatz. Genüsslich leckte er sich über die Lippen und hielt inne, als er Blut schmeckte. Das kleine Biest hatte ihn doch tatsächlich gebissen. In ihm regte sich erneut die Lust, doch er rang sie nieder. Das hatte Zeit bis nach dem Gespräch mit dem Meister.

Der Lord kleidete sich an und verließ die Kabine. Es wurde Zeit, ihm Bericht zu erstatten. Mit festem Schritt betrat er den Kommunikationsraum des Schiffes und wandte sich an den dort Dienst tuenden Droiden.
"CN-7, sende Prioritätssignal Alpha und dann lass mich allein." Der kleine Droide führte seinen Befehl mit einem bestätigendem Klicken und Surren aus und verließ dann den Raum.
Seine Robe raschelte als er sich vor dem Holokomm positionierte und eine möglichst unterwürfige Haltung einnahm. Der Sith hasste das und er war auch nicht besonders gut darin, aber es wäre töricht gewesen, ihm gegenüber keine Untergebenheit zu zeigen. Als der Projektor erwachte, kniete er nieder und senkte das Haupt. Im Raum wurde es dunkel und vor ihm wurde eine schemenhafte Gestalt sichtbar. Rote Augen musterten ihn kühl und aufmerksam. Er wusste, dass die Darstellung nur ein technologisch erzeugtes Trugbild war, doch es lief ihm jedes Mal ein kalter Schauer über den Rücken, wenn ihn diese Augen musterten.

"Sprecht, Hand! Wart ihr erfolgreich?", eröffnete die Gestalt mit emotionslos neutraler Stimme das Gespräch
Der Lord schluckte und versuchte sein Unbehagen zu verbergen, als er den Kopf hob und dem Hologramm in die Augen schaute. "Herr, wir konnten nur einen Teilerfolg erzielen. Leider haben die Wraith es nicht geschafft, diese Alderanische Jedi-Enklave zu zerschlagen. Es haben sich Dritte eingemischt, die die Mission von innen heraus sabotierten."
Das Hologramm regte sich nicht, doch der Sith spürte, wie Zorn in seinem Meister aufwallte.
"Wer hat es gewagt, sich in unsere Angelegenheiten einzumischen?"
"Es waren imperiale Agenten, Herr und sie wurden von Großmoff Harkov entsandt. Wahrscheinlich ein Verzweiflungsakt um seinen Sohn zu retten."
Das Abbild seines Herren schwieg einen Moment, so als ob er Eventualitäten abwog und Pläne schmiedete. Dann fragte er, "Was ist mit Denaris und diesem Harkov Jungen?"
"Beide tot, Herr!"

Das Hologramm musterte ihn prüfend. "Ist das bestätigt?"
Zur Antwort schüttelte er kaum merklich den Kopf. "Nur im Fall von Denaris, Herr! Ich habe seinen Kopf und sein Lichtschwert, wie ihr gewünscht habt." Er spürte, dass der weitere Verlauf des Gespräches über sein weiteres Schicksal entscheiden konnte und so straffte er sich und ergänzte, "Was den Verräter angeht, werde ich das persönlich nachprüfen und sollte dem nicht so sein, werde ich diesen Fehler umgehend korrigieren. Meine Agenten auf Alderaan berichten jedoch von einem Erfolg. Diese alderaanischen Friedenshüter werden sich auf absehbare Zeit nicht mehr in unsere Angelegenheiten einmischen können."

Die Stimme des Hologramms bekam einen bedrohlichen Unterton, der ihm wie ein Vibromesser ins Fleisch schnitt. "Ich rate euch, mich nicht noch einmal zu enttäuschen, Hand. Diese aufmüpfige Jedi-Enklave könnten meinen Plänen gefährlich werden. Das Letzte was wir brauchen sind Jedi, die sich wieder aktiv und geschlossen in die galaktischen Geschehnisse einmischen. Es ist schon hinderlich genug, dass sich die Sith untereinander bekämpfen. Der Rat ist schwach und das Imperium wird zerfallen wenn wir versagen."
"Ich verstehe, Herr! Soll ich mich um den Großmoff kümmern?"

Das Hologramm hob einhaltgebietend die Hand. "Nein! Giliad Harkov ist noch zu einflussreich, um aktiv gegen ihn vorzugehen. Jedoch habe ich bereits Vorkehrungen getroffen und dem imperialen Geheimdienst Informationen zuspielen lassen. Details erfahrt ihr zu gegebener Zeit. Ist seine älteste Tochter noch bei euch?"
Der Lord nickte und ein ungutes Gefühl wuchs in ihm heran. "Ja, sie ist an Bord. Soll ich sie ...?"
"Nein!", unterbrach ihn das Hologramm, "Sie könnte der entscheidende Schlüssel zu den Ressourcen des Großmoffs sein. Sichert euch ihre Loyalität. Wie ihr das tut überlasse ich euch."
Innerlich atmete der Sith auf. Auch wenn er ihr äußerlich ohne mit der Wimper zu zucken sein Lichtschwert in den Bauch gerammt hätte, es wäre doch schade gewesen, um sein kleines Kätzchen. Es wäre… bedauerlich, doch jedes Opfer wäre recht, seine Ziele zu erreichen.
"Ich werde mich ihrer annehmen, Herr. Was soll ich als nächstes für euch tun?", sprach er fest und in der Hoffnung, die mitschwingende Erleichterung zu verbergen.
"Fliegt nach Nar Shaddaa, haltet euch bedeckt und füllt eure Reihen wieder auf. Ich melde mich, wenn es Zeit wird, wieder aktiv in Erscheinung zu treten. Ihr solltet die Zeit nutzen, Nachforschungen über die Harkovs und ihre Freunde anzustellen."
Er senkte sein Haupt erneut. "Ich werde tun was ihr wünscht, Herr!"
Das Hologramm nickte und erlosch ohne ein weiteres Wort. Der Sith-Lord erhob sich und ein selbstgefälliges Lächeln umspielte seine Lippen. Nicht mehr lange, dann würde die Ordnung im Imperium wieder hergestellt sein und er würde offen an der Seite des rechtmäßigen Imperators stehen.

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Einige Monate später ...

Kommentare:

  1. Da bin ich mal gespannt! Liest sich sehr schön! :-)

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  2. Und ich wollte gerade sagen, schau, nun sind sie alle schockiert und schweigen ^^

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  3. Na da bin ich als Nicht-Fan mal gespannt. Vielleicht könnt ihr ja meine Begeisterung wecken ... :-P

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  4. @Elch
    Mal schauen ob wir die Erwartungen erfüllen können. ;)

    @Citara
    Ja, zu viele aneinander gereihte Buchstaben können die Leserschaft zuweilen in Grauen versetzen. ^^

    @Madse
    Vorrausgesetzt man stellt sein Kopfkino an, sollte die Geschichte selbst für Leute ihre Reize bieten, die mit Star Wars nicht viel am Hut haben. :)

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  5. Jetzt muss dann aber auch aktive Handlung aufkommen. Konflikt und Atmo sind ja ordentlich gesäht. Ich beobachte gespannt.

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  6. Fein, fein. Ich bin erfreut und gespannt. :)

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Immer schön freundlich! Wer spamt oder rumnörgelt landet schneller im imperialen Papierkorb, als er Hesy-Sa-Neb-Ef sagen kann. ;-)