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Montag, 14. Februar 2011

Helden und Schurken, Teil 5

Morrigan (Dragon Age: Origins)
Morrigan ist einer der Begleiter aus Dragon Age: Origins und die Tochter der Hexe Flemeth. Sie ist einer der Interessantesten Charaktere die das Spiel zu bieten hat. Und nein, damit meine ich nicht (nur) ihr freizügiges Auftreten und ihre formwandlerischen Fähigkeiten. ^^
Ihre zynische und teilweise recht boshafte Einstellung den Menschen gegenüber mag viele erschrecken, doch hinter der harten, abweisenden Schale verbirgt sich ein Wesen das viel erleben musste.
Ich glaube mir würde es auch so gehen, wenn meine Mutter eine unsterbliche, männerfressende Hexe ist, die mich für ihre eigenen Zwecke missbraucht. ;)
Daher ist Morrigans auftreten als ungezügelte Wildkatze auch mehr Schein als sein. Es ist wie mit allen Frauen: Man muss sie nur besser kennen lernen. Und hey, welche Frau sonst kann sich in eine gigantische Spinne verwandeln und tut das auch noch freiwillig. *g
Außerdem ist es nie schlecht einen fähigen Magier in der Gruppe zu haben, der darüber hinaus auch noch für Zündstoff innerhalb der Gruppe sorgt. Mehr als einmal entlockten mir ihre bissigen Kommentare ein boshaftes Lächeln. Die Streitgespräche zwischen ihr und dem Templer Alistair werden mir jedenfalls immer in guter Erinnerung bleiben.
"Wie es aussieht haben wir nun einen Hund und Alistair ist immer noch das dümmste Mitglied der Gruppe."
Genau wegen solcher Spitzen mag ich Morrigan sehr gern und freue mich schon auf ein Wiedersehen mit ihr im kommenden Dragon Age II, denn Bioware hat bereits bestätigt, dass ihre Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt wurde.

Montag, 7. Februar 2011

Helden und Schurken, Teil 4

S.H.O.D.A.N (System Shock)
Mit dieser KI schicke ich wieder mal jemanden ins Rennen, den Wahrscheinlich nur die Älteren von Euch kennen. "Sie" ist der Haupt-Antagonist in den grandiosen System Shock Spielen und dürfte auch eines der Vorbilder für GLaDOS in Portal gewesen sein.
S.H.O.D.A.N. (Sentient Hyper-Optimized Data Access Network) ist ursprünglich nicht wirklich böse. Nachdem ihre ethischen Subroutinen jedoch vom Spieler entfernt wurden, entwickelt sie sich zu einem größenwahnsinnigen Monster. Außerdem entwickelt sie einen perfiden, hinterhältigen Humor und führt den Spieler mehrmals an der Nase herum. Die KI setzt alles daran, die Menschen zu optimieren. Das geht natürlich nur, wenn man sie vorher tötet und dann in willenlosen Cyborgs umwandelt.
Selten stand ich einem so scheinbar übermächtigen Gegner gegenüber. Da die KI die Spielumgebung durch Kameras, Roboter u.a. kontrolliert fühlt man sich ständig beobachtet und wenn dann eine Handlung durch die kalte Stimme der KI kommentiert wird, möchte man am liebsten die Beine in die Hand nehmen. S.H.O.D.A.N. ist für mich eine Angst einflößende Vision einer zunehmend von Technik beeinflussten Welt. Selten habe ich in Spielen des vergangenen Jahrtausends ein so beklemmendes Gefühl verspürt.

Für mich ist S.H.O.D.A.N. einer der einprägsamsten Bösewichte der Videospielgeschichte.

"Schau dich an... eine erbärmliche Kreatur aus Fleisch und Knochen die schwitzend und keuchend durch meine Korridore rennt. Glaubst du wirklich, du kannst eine unsterbliche und perfekte Maschine herausfordern?"

Montag, 31. Januar 2011

Helden und Schurken, Teil 3

Ben (Vollgas/ Full Throttle)
Ben ist Biker durch und durch und der Held des großartigen interaktiven Roadmovies von LucasArts. Für ein Adventure war das Spiel zwar eher leicht und bot kaum Herausforderungen, kompensierte das aber mit einer herausragenden Präsentation.Vollgas spielt in einer nahen, düsteren Zukunft und große Konzerne herrschen über das Land. Was passiert, wenn man in die Machenschaften eines solchen Konzerns gerät, erfährt Ben in dem Spiel am eigen Leib. Unter Mordverdacht und seiner Gang beraubt muss er versuchen alles wieder ins Lot zu rücken und dafür sorgen, dass die letzte Fabrik für Motorräder nicht in Zukunft nur noch MiniVans produziert.

Ben ist, wie man sich den typischen Klischeebiker vorstellt. Er ist ein harter Kerl, der Nägel zum Frühstück kaut und gerne die Fäuste sprechen lässt. Im Gegensatz zu den meistens verwendeten Vorbild-Adventure-Helden der Neunziger war er rüpelhaft, hat geflucht (in dem Spiel fällt erstaunlich oft das Wort mit sch), stets unrasiert und hat nie um einen Gegenstand gebettelt, sondern sich die benötigten Items einfach genommen - zur Not mit Gewalt. Allerdings verbirgt seine raue Schale auch einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und seine Gang ist für ihn wie eine Familie. Ben ist ein Paradebeispiel für einen Antihelden. Ein böser Bube, aber mit Ehrgefühl.

Für mich wurde er dadurch, aber auch durch seine coolen Sprüche ("Weißt du, was deiner Nase besser stehen würde? DIE BAR!") ein sehr sympathischer Held mit dem man viel erleben kann.

Leider oder vielleicht auch zum Glück, kam es nie zu einer Fortsetzung dieses fantastischen Spiels.

Montag, 24. Januar 2011

Helden und Schurken, Teil 2

Albert Wesker (Resident Evil)

Wesker ist DER Bösewicht schlechthin und zählt für mich nicht umsonst zu den 10 Top Fieslingen der Videospielgeschichte. Er ist der Drahtzieher, der Mann im Hintergrund, der Verräter, der Unsterbliche, der Nemesis und sein Name zieht sich wie ein Roter Faden durch nahezu alle Resident Evil Spiele.
Des Weiteren ist er einfach ne coole Sau. Selten hat es mir solchen Spaß gemacht einem Bösewicht in den Hintern zu treten bzw. ihn selbst zu verkörpern. (RE Umbrella Chronicles)
Ich liebe seine herablassende Art, sein stylisches Auftreten, seine biszzare Austrahlung und finde es schade, wie Capcom das Kapitel Albert Wesker beendet hat.

Montag, 17. Januar 2011

Helden und Schurken, Teil 1

Ich werde Euch hier ab sofort in unregelmäßigen Abständen mehr oder weniger bekannte Gestalten aus Computer- und Videospielen vorstellen. Vielleicht kommt Euch der ein oder andere ja sogar bekannt vor und ihr könnt mit mir in Erinnerungen schwelgen. Aber Vorsicht, Spoiler sind nicht ausgeschlossen! ;)

Los geht's mit ...

Alexandra Roivas (Eternal Darkness)


Alexandra ist die Heldin des Spiels Eternal Darkness. Sie versucht den geheimnisvollen Tod ihres Großvaters zu lüften und stößt so auf eine Geschichte, die vor über 2000 Jahren begann. Im alten Anwesen ihrer Familie findet sie versteckte Kapitel eines Buchs und folgt so den Machenschaften grausamer, an H.P. Lovecrafts Geschichten angelehnter, Götter durch die Geschichte bis ins Jahr 2000, wobei sie immer wieder in die Körper anderer Personen schlüpft.
Ich habe jede Minute des Spiel gelebt und mit der Heldin mitgefiebert. Der Wahnsinn, der Alexandra beim Lesen des Buchs der ewigen Dunkelheit befällt ist förmlich ansteckend. Selten hat es ein Charakter geschafft, mich so tief in ein Spiel hineinzuziehen.
Ich werde mich immer an dieses schaurig schöne Spielerlebnis erinnern und bekomme gerade glatt wieder Lust, Eternal Darkness in meine Wii zu schieben.

Leider war Eternal Darkness kein wirtschaftlicher Erfolg und so wird ein Fortsetzung wohl auf ewig ein Wunschgedanke sein. Viele schieben den schleppenden Verkauf von Eternal Darkness auf die Plattform Gamecube und der damit verbundenen falschen Zielgruppe. *kopfschüttel*

Ich jedoch sage: Jedem der dieses Spiel nicht gespielt hat, dem entgeht ein Stück Videospielgeschichte!